Mit Vmax werden Sprinter um bis zu zehn Prozent schneller

Bei allen professional ausgeübten Sportarten kommt es nicht nur auf die Performance der Athleten an, sondern auch auf das verwendete Material, mit oder auf dem der Sport ausgeübt wird: Ob dies Hochleistungs-Fahrräder im Radsport sind oder verbessertes Schuhmaterial und ein optimaler Rasen beim Fußball. Auch in der Leichtathletik ist das Material ein entscheidender Faktoren. In Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln hat der Schweizer Sportböden-Spezialist Conica mit der Laufbahn Vmax die Voraussetzungen für neue Rekorde im Sprintsport geschaffen.

Die Conica-Gruppe mit Sitz in Schaffhausen (Schweiz) entwickelt seit 40 Jahren innovative fugenlose Flooring Solutions auf Basis von Polyurethan und Epoxydharzen. Ihre Einsatzbereiche sind Sport, Spiel und technisch dekorative High-End-Lösungen für Industrie, Parken, Handel, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Wohnungsbau. Conica ist einer der weltweiten Marktführer und Innovationstreiber. Die am Nutzer orientierten Anforderungen an technischer und sportfunktioneller Leistungsfähigkeit sowie Gebrauchstauglichkeit unter Gewährleistung gesundheitlicher Aspekte des Materials selbst und für den Nutzer stehen im Mittelpunkt der Produktentwicklung.

Was unterscheidet Vmax von anderen Laufbahnen?

Hauptziel der Vmax-Laufbahn ist es, Sprinter in ihrem Bewegungsablauf zu unterstützen. Die Voraussetzung dafür ist der zweischichtige Aufbau mit einer Deck- und einer Basisschicht. Die Deckschicht hat eine zähelastische (steife) Oberfläche, wodurch der Athlet unterstützt wird, da die Energie in die richtige Richtung gelenkt wird. Die Basisschicht wirkt kräftestabilisierend und absorbiert nur geringe Energie des Athleten bzw. gibt sie dem Athleten mithilfe Kompression direkt zurück. Sie sorgt somit für die schnelle und definierte Vorwärtsbewegung des Athleten. Dies führt zu geringerem Energieverbrauch in der Start- & Sprintphase und ermöglicht dem Sprinter höchste Laufleistung bis ins Ziel.

In der Basisschicht, die weicher und elastischer ist, befinden sich eingeschlossene Luftzellen. Sie geben dem Athleten die eingebrachte Energie nach der Kompression beim Auftreten sofort wieder zurück. So entsteht eine Art Anschubhilfe, die die Athleten nach vorne katapultiert. Conica geht davon aus, dass dank Vmax die Geschwindigkeit von Sprintern um bis zu zehn Prozent erhöht werden kann. Dies haben Untersuchungen in Zusammenarbeit mit der Sporthochschule Köln ergeben.

Ein weiterer Vorteil der Vmax-Laufbahn ist ihre ausgezeichnete Standsicherheit mit geringer Verformung. Diese schont den Bewegungsapparat und ermöglicht den Sportlern einen stabilen Lauf. Im Wettkampf in engster Nähe mit den Konkurrenten ein wichtiger Faktor, um zum Beispiel Straucheln oder Stürze bei Kontakt zu vermeiden helfen.

Zu ergänzen ist, dass Conica einen differenzierten Systemaufbau gewählt hat, der zwischen der Beschleunigungsphase beim Start und der Haltephase beim Sprint unterscheidet. Dadurch wird wahrscheinlich die zurzeit schnellstmögliche Einstellung eines Laufbahnsystems auf der Kurzstrecke (100 m) erreicht.

Deutsche Sporthochschule Köln hat die Laufbahn getestet

Dr. Steffen Willwacher vom Institut für Biomechanik und Orthopädie an der Deutschen Sporthochschule Köln hat Vmax getestet und kommt zu folgender Beurteilung: „Sowohl aus unseren angewandten Materialtests als auch aus den biochemischen Tests, die wir mit einem Spitzensportler durchgeführt haben, haben wir herausgefunden, dass die Vmax-Laufbahn einen Zustand bietet, der es ermöglicht, schnell zu laufen – insbesondere in der Beschleunigungsphase. Läufer können auf Vmax horizontale Kräfte besser aufbringen, dadurch schneller das Tempo erhöhen und letztlich höhere Geschwindigkeiten erzielen.“

Auch Sportanlagenbetreiber profitieren

Darüber hinaus bietet Vmax den Sportanlagenbetreibern Vorteile: Die außergewöhnlich hohen mechanischen Eigenschaften der Deckschicht sorgen für maximale Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit der Laufbahn. Sie ist damit für multifunktionelle Nutzungen und Events auf Weltklasse-Niveau geeignet. Dies gilt auch für anderweitige Belastungen jenseits von Sprintveranstaltungen – zum Beispiel, wenn das Gelände für Konzerte oder ähnliche andere Großveranstaltungen genutzt wird.

Bei der Installation des Vmax-Systems gibt es nicht zuletzt auch einen Vorteil für den Einbauer: Durch den zweischichtigen Aufbau im Vergleich zum üblichen dreischichtigen PU-System entstehen Zeit- und Kostenvorteile durch eine verringerte Einbauzeit, wodurch auch das Schlechtwetterrisiko beim Einbau (es muss trocken sein) verringert wird.

Vmax hat alle notwendigen technische Prüfungen und Zertifizierungen durchlaufen: IAAF Zertifizierung, EN 14877, DIN 18035,  ASTM 2157 sowie biomechanische Prüfungen an der Sporthochschule Köln (Zertifizierung Referenzprojekt Class I, II). Außerdem wurde Conica Vmax bereits unter extremen Wetterbedingungen im Stadion der indischen Stadt Gurugram eingebaut und getestet. Die Lufttemperaturen lagen in der Regel zwischen 30 und 40 Grad und die Temperaturen der Laufbahn sogar zwischen 40 und 60 Grad. Selbst unter diesen schwierigen Bedingungen hat Vmax seine Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Comments(0)

Leave a Comment