CONICA: Was Sie bei der Wahl einer Leichtathletik-Laufbahn alles wissen müssen.

Überlegungen und Anforderungen für Anlagen der Klasse 1 und 2.

Wie Sie bereits gelernt haben, hängt die geforderte Anlagenkategorie oder KLASSE vom Wettkampf ab, der in der Anlage durchgeführt werden soll. In der folgenden Tabelle sind die Arten von Anlagen und die Anzahl der Anlagen, die für jede KLASSE oder Anlagenkategorie erforderlich sind, übersichtlich aufgeführt:

WA – TRACK AND FIELD FACILITIES MANUAL 2019                    Kapitel 1 – Allgemeines zur Planung
1.5.3 ANFORDERUNGEN FÜR DIE BAU- ODER ANLAGENKATEGORIE
Die Anforderungen in Tabelle 1.5.3 sind Mindestanforderungen, aber auch die technischen Vorschriften für die einzelnen Wettbewerbe sind zu beachten. Für Ausnahmen siehe Abschnitt 1.5.4.
Pos. Wettkampfanlagen Anlagekategorie / Baukategorie
I II III IV V
1 400-Meter-Bahn, wie in Kapitel 2 beschrieben, mit mindestens 8 Rundbahnen und 8 geraden Bahnen, geeignet für 100-Meter-Läufe und 110-Meter-Hürdenläufe 1a) 1a) 1a)
2 400-Meter-Bahn mit mindestens 6 Rundbahnen und 6 geraden Bahnen, geeignet für 100-Meter-Läufe und 110-Meter-Hürdenläufe 1b)
3 400-Meter-Bahn mit mindestens 4 Rundbahnen und 6 geraden Bahnen, geeignet für 100-Meter-Läufe und 110-Meter-Hürdenläufe 1b)
4 Wassergraben für Hindernislauf 1 1 1
5 Weitsprunganlaufbahnen mit Landefläche an beiden Enden 2c) 2c) 1 2
6 Weitsprunganlaufbahnen mit Landefläche an einem Ende 1
7 Bereiche für Hochsprung 2 2 1 2 1
8 Anlaufbahnen für Stabhochsprung und Möglichkeit einer Aufsprungfläche an beiden Enden 2c) 2c) 1 2
9 Anlaufbahnen für Stabhochsprung und Möglichkeit einer Aufsprungfläche an einem Ende 1
10 Kombinierte Diskus- und Hammerwurfanlage (mit tangentialen oder konzentrischen Wurfkreisen, konzentrisch wird bevorzugt) 1d) 1d) 1d) 1e) 1
11 Speerwurfanlage 2f) 2f) 2f) 1 1
12 Kugelstoßanlage 2c) 2c) 2 2 1
Aufwärmanlagen
13 400-m-Bahn mit mindestens 4 Rundbahnen und 6 Geraden, aus ähnlichem Material wie die Kampfbahn; Sprunganlagen und ein unabhängiger, angegliederter Bereich für Speer-, Hammer- und Diskuswurf sowie mindestens 2 Kugelstoßanlagen *
14 200-m-Bahn mit mindestens 4 Rundbahnen und 4 Geraden (mindestens 60 Meter) aus Kunststoff oder mindestens eine 100 m lange Bahn mit einer Geraden und einer Kurve; Sprunganlagen, kombinierter Bereich für Diskus-, Hammer-, Speerwurf und Kugelstoßen *
15 Gerade Laufstrecke mit 4 Bahnen (mind. 60 m), vorzugsweise mit einer Trainingskurve (Kunststoffbelag); Sprunganlagen, kombinierter Bereich für Diskus-, Hammer-, Speerwurf und Kugelstoßen *
16 Angeschlossener Park oder Spielfläche, vorzugsweise mit mindestens 4 geraden Bahnen (mindestens 60 m) *
17 Ohne Aufwärmanlagen *
Sonstiges
18 Nebenräume wie in Kapitel 4 beschrieben. Mindestfläche in m2 250 200 150 200
19 Komplette Zuschaueranlage * * * * *
a)Als Teil einer WA-IAAF-zertifizierten Anlage (aber vorzugsweise eine 400-Meter-Standardbahn)
b)Als Teil einer WA-IAAF-zertifizierten Anlage
c)Die beiden Anlagen müssen in gleicher Richtung ausgerichtet sein und nebeneinander liegen, um gleichzeitige Wettkämpfe von zwei Gruppen von Athleten unter ähnlichen Bedingungen zu ermöglichen (gemäß Abbildung 2.5a)
d)Eine zusätzliche Anlage nur für Diskuswurf könnte angelegt werden
e)Für Veranstaltungen mit längerer Dauer wird eine zweite Anlage außerhalb des Stadions empfohlen, jedoch in gleicher Wurfrichtung
f)Eine an jedem Ende des Bereichs mit einer Mindestanlaufbahn von 33,5 m
#)Vorzugsweise innerhalb desselben Sportkomplexes, angrenzend an die Wettkampfstätte, wobei jedoch keine Entfernungshöchstgrenze festgelegt ist. Wenn eine Anlage für eine internationale Großveranstaltung vorgesehen ist, werden der Standort und der Standard der Aufwärmanlage vom zuständigen Leitungsgremium festgelegt.
*)Erforderlich

Meistens halten sich die verschiedenen Anlagenkategorien an die Spezifikationen des Track and Field Facilities Manual der World Athletics für die jeweiligen Anlagenarten, aber Abschnitt 1.5.4. weist darauf hin, dass die Organisatoren in einigen Fällen Ausnahmen im Wettkampf- und Trainingsbereich machen können, sofern die geltenden technischen Vorschriften eingehalten werden.

Wie Sie feststellen können, kann eine Zertifizierung nach Class 1 oder Class 2 für eine Anlage nur erreicht werden, wenn mehrere Disziplinen, einige davon sogar doppelt, angeboten werden können, und darüber hinaus müssen Aufwärmbereiche berücksichtigt werden. Diese Aspekte umfassen nur die notwendigen Wettkampfanforderungen, zu berücksichtigen sind aber auch, wie bei jedem anderen Bauvorhaben, alle Bauvorschriften. Für die Konstruktion einer Leichtathletik-Laufbahn ist es notwendig, dass der Unterbau, die Entwässerung, die Asphaltschicht usw. im Vorfeld perfekt vorbereitet sind.

Daher erfordert eine Class 1 Zertifizierung für eine Anlage derzeit eine große Investition, eine umfangreiche Planung und ein perfekt ausgearbeitetes Projekt. Soll eine Anlage von World Athletics (WA) zertifiziert werden, ist es sinnvoll, das gesamte Projekt, von der Konzeption bis zur Überwachung, von einem Fachmann begleiten zu lassen, der Erfahrung und Kenntnisse in der Gestaltung dieser Art von Anlagen hat.

3 Grundkenntnisse in diesem Kapitel:

  • Um das Class 1 oder Class 2 Zertifikat für eine Anlage zu erhalten, sind zahlreiche Aspekte ab der Konzeptionsphase zu berücksichtigen
  • Der Kunststoffbelag ist der Dreh- und Angelpunkt der meisten Disziplinen
  • Zusätzlich zu den Wettkampfbereichen sind Aufwärmbereiche erforderlich, um die Zertifizierung nach Class 1 oder Class 2 für eine Anlage zu erhalten

Im nächsten Kapitel lernen Sie die verschiedenen Kunststoffbeläge für Leichtathletiklaufbahnen sowie die spezifischen Eigenschaften jedes Systems kennen.

Wenn Sie in der Zwischenzeit mehr über die CONICA-Laufbahnen erfahren möchten, können Sie sich gerne an uns wenden oder unsere Website besuchen: www.conica.com
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